Schwäbische Zeitung vom 26.06.02 von Otto Rueß, Schnetzenhausen

 

 

Zum Leserbrief „Macht da einer politisch Stimmung“ von Rudolf Moser vom 22. Juni:

 

 

Bürgerinitiative vor den Karren gespannt

 

 

Zum Leserbrief des Herrn Moser aus Markdorf möchte ich Folgendes klarstellen: Bei der Versammlung des CDU Ortsverbandes in Fischbach habe ich nicht gesagt, dass die Klufterner die Neutrassierung der B 31 verhindern möchten. Meine Aussage in Verbindung mit dieser Planung war: Die Bürgervereinigung "Pro Kluftern" möchte im Zusammenhang mit der Planung B 31 neu den Anschluss der L328 b zwischen Spaltenstein und Efrizweiler verhindern.

 

Nach über 2O-jähriger Stadtratstätigkeit mit Schwerpunkt im technischen Bereich kann ich übrigens Pläne lesen und weiß, von was ich rede, ohne Sprüche klopfen zu müssen und Unwahrheiten zu verbreiten. Ihre geäußerte Polemik über meine Person und die CDU weise ich in allen Punkten zurück. Die Planung der L 207 neu entlang der Bahntrasse liegt seit etwa 20 Jahren vor und wurde in dieser Zeit auch mehrmals veröffentlicht. Die Ortschafts räte von Kluftern sind seither bestens informiert. Sie als Architekt aus Stuttgart hätten sich vor dem Kauf des Anwesens "Letten hof" besser informieren sollen. Jetzt versuchen Sie im Nachhinein, die Bürgerinitiative vor Ihren persönlichen Karren zu spannen. Wir Bewohner von Schnetzenhausen müssen die Umgehungsstraße B 31 neu (vierspurig), welche direkt nördlich am Ortsrand von Schnetzenhausen vorbeiführt und eine Auf- und Abfahrt auf derOstseite unseres Ortes hat, akzeptieren, denn irgendwo muss die Straße wohl durch. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir es nicht zulassen, dass auf der Westseite von Schnetzenhausen nun noch eine zusätzliche Auf- und Abfahrt gebaut und im einzig verbleibenden Landschaftsschutzgebiet (Hänglewald und Riedwiesen) noch eine zusätzlich neue Straße durchgezogen und angeschlossen wird.

 

Wir Bewohner von Schnetzenhausen, und dies gilt sicher auch für Bewohner in Spaltenstein, Raderach, Unterraderach, Bergheim und Riedheim, müssen auf eine vernünftige Verkehr und Lasten teilende Straßenbauplanung bestehen. Es kann und darf nicht sein (dafürsteht auch das von Ihnen zitierte "C" im Kürzel unserer Partei), dass unsere Landwirte viele Hektar Land für die neue B 31 abgeben müssen und durch die Verweigerungshaltung von"Pro Kluftern" nun zusätzlich noch mehr Land aufgeben sollen. Weil wir alle auch in der Zukunft noch Auto fahren wollen, tragen wir in Verantwortung unseren Teil dazu bei, und vielleicht kann dies ja auch die Bürgerverreinigung "Pro Kluftern"?

 

 

Otto Rueß, Schnetzenhausen