Schwäbische Zeitung vom 18.05.2002

 

Zur Berichterstattung und Diskussion über die Südumfahrung Markdorf:

 

"CDU von Hornung einseitig informiert'.

 

Friedrichshafens Baubürgermeister Dieter Hornung äußerte sich bei der Klausurtagung der (DU-Kreistagsfraktion zur Straßenplanung im Bodenseekreis. Er sagte, die Markdorfer Südumfahrung müsse der Entlastung dienen und dürfe auch nicht von einer Verbindung mit Friedrichshaten losgeöst werden. Nach seiner Auffassung sprechen "gewichtige Argumente" dagegen; diese Anbindung über die K 7742 abzuwickeln, Er favorisiert einen Anschluss südlich der Firma Wagner bei gleichzeitigem Bau einer L 207neu.

 

Offensichtlich wird die CDU von Herrn Hornung zu diesem Thema völlig einseitig informiert, denn es gibt durchaus auch Argumente, die für einen Anschluss der Südumfahrung an die K 7742 oder an den Aldi-Kreisel sprechen. Eine direkte Anbindung der K7742 an die Friedrichshafener B 31-Westumgehung würde Kluftern wirksam vom Verkehr entlasten, und es würden weniger Menschen mit den nachteiligen Auswirkungen des Verkehrs belastet als durch den Bau der L207neu. Außerdem wäre eine solche Lösung bei weitem kostengünstiger, um nur einige Argumente zu nennen.

 

Raderach könnte durch Lärmschutzmaßnahmen wirksam geschützt werden weil die K 7742 in ausreichendem, Abstand zur dortigen Wohnbebauung verläuft. Auch zu Unterraderach würde die Straße bei einem direkten Anschluss an die B 31 neu westlich von Rupberg einen ausreichenden Abstand einhalten. Die L 207neu hingegen würde mitten durch Kluftern/Efrizweiler gebaut, den Ort zerschneiden und teilweise in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung verlaufen.

 

Es ist mehr als fragwürdig, wenn sich Herr Hornung bereits jetzt gegen die K 7742 ausspricht, wo doch  das Straßenbauamt Überlingen hierzu ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben hat, dessen Ergebnis erst im Herbst vorliegen wird. Herr Hornung ist Baubürgermeister für alle Bürger der Stadt Friedrichshafen, auch für die Klufterner. Wieso ist er nicht daran interessiert, die beste Lösung zu suchen? Es mag Gründe geben, weshalb Herr Hornung hier nicht objektiv sein kann, aber kann er sich das in seiner Position leisten? Die CDU wäre jedenfalls gut beraten, den einseitigen Informationen des Herrn Hornung nicht zu vertrauen.

 

 

Jürgen Hess, Kluftern