Leserbrief zum Kommentar von Wolfgang Boller "Kluftern verliert" in der Ausgabe vom 7.2.2003.

 

Die Überschrift des Kommentars beschreibt genau die Rolle Klufterns in der aktuellen Straßenplanung. Werden wir doch von Nord nach Süd von einer Schnellstraße (Zubringer) zerschnitten, sowie im Norden und Süden von leistungsfähigen Straßen bedrängt (B31neu und Markdorfer Südumfahrung).

In seinem Kommentar schreibt Herr Boller: "Es ist aber unwahrscheinlich, dass sich im Gemeinderat eine Mehrheit für die Interessen eines Ortsteils und damit gegen die Interessen der Gesamtstadt findet".

Ich frage mich, wo stehen die Interessen von Kluftern und der Gesamtstadt im Widerspruch bezüglich einer weiträumigeren Umfahrung von Kluftern, wie sie von der Klufterner Bürgerschaft gefordert wird?

Friedrichshafen stimmt offensichtlich der Planung der Markdorfer Umgehung zu, die hauptsächlich auf Kosten von Lipbach/Kluftern geht.

Warum vertritt der Gemeinderat Friedrichhafen hier nicht die Interessen von Kluftern als Friedrichshafener Teilort und warum muss Kluftern hier ebenfalls die gesamte Verkehrsbelastung tragen?

Für mich als Klufterner stellt sich hier einfach die Frage warum Kluftern hier so verraten und verkauft wird. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren,  dass Kluftern hier abgestraft wird, wofür auch immer. Denn anders ist das beharrliche außer Acht lassen von Klufterner Interessen durch den Friedrichshafener Gemeinderat, im Bezug auf die vorgestellte Verkehrsplanung, nicht zu verstehen.

Mein Appell and den Friedrichshafener Gemeinderat lautet daher:

  1. Schenken  Sie Ihren Wählern mehr Gehör, auch wenn diese „nur“ in einem Teilort wohnen!
  2. Verhindern Sie die verkehrsplanerische Katastrophe, die mit dieser Planung auf Kluftern zurollt!

 

Mit freundlichem Gruß

Artur Rudolf