Wird Kluftern zu seinem Glück gezwungen?
Leserbrief zu den Straßenplanungen in Kluftern
Auf der
Ortschaftsratssitzung in Kluftern hat Oberbürgermeister Büchelmeier
auf die Frage „Wie verhält sich der Gemeinderat Friedrichshafen falls der
Ortschaftsrat und die Bürger aus Kluftern bei Ihrer ablehnenden Haltung zur
geplanten bahnparallelen Trasse K7743neu bleiben?“ sinngemäß geantwortet: „Dann
könne Kluftern auch gegen den erklärten Willen der Bevölkerung zu seinem eigenen
Glück gezwungen werden…“. Das wird in Friedrichshafen bürgernahe Politik
genannt!
Inzwischen werden die
Stimmen von Vertretern der umliegenden Gemeinden, die nur das „Beste für
Kluftern“ wollen, immer lauter. An die Spitze der Heuchelei stellen sich dabei
die Vertreter Markdorfs, die auf der einen Seite die Südumfahrung auf Lipbacher Gebiet fordern und sich im Gemeinderat
gleichzeitig gegen den Planfall 7.5 aussprechen, da Markdorfer
Teilorte (Ittendorf) betroffen sind. Damit ist die
Hinterlandtrasse perfekt!
Die Straßenplaner wiederum
verkaufen die K7743neu als Ergänzungsstraße zum Planfall 7.5, die laut Kohler
in jedem Fall gebaut wird, falls der Bundesverkehrsminister dafür Geld übrig
hat. Für die Umgehungsstraßen teilen sich Bund, Land, Kreis, Gemeinden die
Baulast. Das muss auch für den Planfall 7.5 möglich sein!
Mein Appell an die Gemeinderäte Friedrichshafen: Erteilen Sie
der K7743neu durch Kluftern eine Absage und respektieren Sie den Bürgerwillen
und den Ortschaftsratsbeschluss gegen diese Trasse. Im Interesse von
Friedrichshafen liegt nur der vorrangige Ausbau des P7.5 und nicht die
Verwirklichung der Hinterlandtrasse durch sogenannte „Ergänzungsstraßen“.
Manfred Roth,
Blütenweg 14
88048 Friedrichshafen