Frevel an der Natur ist ein Verbrechen
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Als ich am 26. Februar aus
dem Fenster schaute, traute ich meinen Augen nicht: Eine der schönsten
Hochstammobstwiesen war zerstört. Wie kann ein Bürgermeister so was in die Wege
leiten? Wie kann ein Biobauer so brutal vorgehen. Beide wussten wohl, dass sie
mit Widerstand von Amtswegen und seitens der Bevölkerung rechnen mussten.
Deshalb wurde das unter der Hand klammheimlich vollzogen. Ein solcher Frevel an
der Natur und unserer wunderschönen Bodenseelandschaft ist ein Verbrechen. Erst
Tage vorher wurde einer der schönsten Birnbäume in Efrizweiler gefällt, gesund
und etwa 120 Jahre alt. Auch das konnte leider nicht verhindert werden. Was
soll noch alles zerstört werden? Wann endlich hört dieses unsägliche Treiben
auf? Ich zitiere: "Zu fällen einen schönen Baum braucht's
eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk'
es, ein Jahrhundert." (Eugen Roth)
Adalbert Kühnle,
Friedrichshafen