STRASSENBAU
Beschränkte Sicht
Zu dem Streit über den Verlauf der B 31 neu:
Dies musste ja So kommen,
wenn zwei (angeblich) dem Gemeinwohl verschriebene Gruppierungen, mit stark
(auch örtlich) eingegrenzter Sichtweise, zusammenarbeiten wollen! Eingegrenzte
Sichtweise, da bei den einen der persönliche Nutzen und die Profilierungssucht
bestimmter Akteure im Vordergrund stehen und bei den anderen nur die eigene
Ortschaft betrachtet wird. Pro B 31 neu steht für Landversiegelung und Flächenverbrauch,
und es fehlt jegliches Interesse, über kostengünstigere, schneller
realisierbare und umweltverträglichere Alternativen nachzudenken
beziehungsweise nur zu hören!
Pro Kluftern steht für
"Straße ja, aber nicht bei uns". Über den Bedarf einer Entlastung
besteht kein Zweifel. Doch wenn schon die ehemaligen Schnellentscheider
(Gemeinderat der Ära Wiedmann) durch das Dreigestirn
und die dazugehörigen Abnicker den Weg zur Bündelung
beider Verkehrsaufkommen aus Ravensburg und Lindau in Friedrichshafen geebnet
haben, sollten sie nun wenigstens die Weitsicht besitzen, eine gesamtheitliche Lösung für die ganze Region zu finden.
Fischbach, Spaltenstein und
Kluftern werden in Zukunft von nordwestlicher Seite beschallt von der aus heutiger
Sicht doppelten Anzahl Lkw, welche mit hohen Geschwindigkeiten an den
Ortsrändern vorbeirauschen. Schallschutzmaßnahmen
werden versprochen, können aber nicht umgesetzt werden aus technischen wie auch
finanziellen Gründen (siehe Eriskirch). Es bestünde
noch die Möglichkeit, eine Bündelungsstraße gemeinsam mit Markdorf zu finden und
schnell zu realisieren, den Flächenverbrauch zu minimieren, eingesparte Mittel
für Anwohner und Betroffene zur Verfügung zu stellen. Darüber sollten alle
einmal nachdenken!
Mario Arnegger
Dornierstraße 149,
Friedrichshafen