Wir alle sind uns durchaus
bewusst, welche Belastungen eine derartig befahrene Bundesstraße (B31) für alle
Anwohner mit sich bringt. Wir sind deshalb umso mehr überrascht, dass diese
Belastung anderen Mitbürgern für eine nicht durchgängig realisierbare B31
zugemutet wird.
Die geplante Umgehung bis
Immenstaad ist lediglich eine sehr kurzfristige Hilfe für die derzeitigen
Anwohner, aber in keiner Weise zielführend. Eine
Entlastung stellt sich bis zum Weiterbau von Immenstaad bis Meersburg nicht
ein, da dieser in sehr weite Ferne gerückt ist. Damit ist auch eine bessere
Situation für den Schwerlastverkehr und somit eine Verbesserung für die
Industriebetriebe Friedrichshafens mit der jetzigen Planung nicht zu erreichen.
Stauungen bei Hagnau und dem Dornierknoten werden
auch in Zukunft Alltag sein. Umso mehr sind wir von der beharrlichen Haltung
einiger Mitbürger und unserer Stadtväter doch sehr enttäuscht. Würden sich alle
die sich aufopfernden Damen und Herren auch für diese Umgehung einsetzen, wenn
diese in unmittelbarer Nähe zu ihrem Wohnsitz verlaufen würde oder sogar eine
Verkleinerung ihres Gartens zur Folge hätte? Sind diese Damen und Herren
eventuell bereit, mit den neuen B31-Opfern zu tauschen? Herr Hornung brachte es
vor wenigen Tagen auf den Punkt. "Schnelle Realisierung der B31-Umgehung
bis Immenstaad, damit nicht wieder die (eventuell bessere) Hinterlandtrasse
diskutiert wird." Uns scheint, dass auch unserem Baubürgermeister dies als
Lösung vorschweben könnte, aber auf Grund des bald 15-jährigen irrsinnigen
Festhaltens am P7 und der damit verbundenen öffentlichen Diskussion dies nicht
einräumen kann. Aktuell scheint nur noch eine schnelle Veränderung um
Friedrichshafen gewollt zu werden, um Wählerstimmen zu fangen und
Aufmerksamkeit zu erregen - ohne Rücksicht auf Landversiegelung oder eine
gemeinschaftliche, ganzheitliche Lösung am Bodensee zu finden. St. Florian
lässt grüßen.
Wie bei der Umgehung Ravensburg,
Baienfurt, Baindt könnte eine gemeinsam und
überregional getragene Planung noch vor einer von Gerichtsverfahren (Kluftern, Spaltenstein) verzögerten P7-Variante realisiert
werden.
Mario Arnegger,
Friedrichshafen