Bei der derzeitigen
Forderung nach einem Kompromiss zwischen Immen-staad
und Friedrichshafen wird leider wenig über die Faktenlage gesprochen. Würde die
Umfahrung Friedrichshafen-West vierspurig bis zum Grenzhof "planfestgestellt", so wäre die Weiterführung dieser
Straße nach Westen auf der Linie des so genannten "Planungsfalles 7"
fest zementiert. Genau diese Linie lehnt Immenstaad (Bürgermeister und
Gemeinderat) ab. Bei einer Planfeststellung der Umgehung von
Friedrichshafen-West vierspurig nur bis Schnetzenhausen
gäbe es noch andere Möglichkeiten für eine Weiterführung nach Westen. Seit zehn
Jahren versucht Immenstaad diesen Kompromiss einzubringen. Die Friedrichshafener Bürger können also für ihre Belange
Kompromissbereitschaft bei ihren eigenen Vertretern einfordern. Für Immenstaad
wäre ein Zurückgehen eine Niederlage mit weit reichenden negativen Folgen. Aber
auch für die gesamte Region sind zwei neue Ost-West-Verbindungen zwischen
Markdorf und Immenstaad ein Verbrechen an unserer Kulturlandschaft. Herr Büchelmeier und andere sollten diese Überlegungen auch in
ihr "Liebesbekenntnis zur Bodenseeregion" mit einbeziehen.
Hubert Lehle, Immenstaad, Ex-Gemeinderat
(Stand: 26.01.2006 00:15)