Die Aufregung ist groß, weil beim
Erörterungstermin für die Träger öffentlicher Belange nicht in allen Punkten
Konsens erreicht wurde, wie der Vorsitzende, Herr Walter, zum Abschluss
bemerkte. Warum wird jetzt versucht der hohen Anzahl von Einwendungen die
Schuld zuzuschieben, statt endlich zu begreifen, dass Korrekturen an der
Planung notwendig und sinnvoll wären? Ich habe persönlich die ersten Tage des
Erörterungstermins zusammen mit dem Rechtsanwalt von Pro Kluftern in
Schnetzenhausen am 13. und 14. Dezember verfolgt. Dabei wurde deutlich, dass
die Planungsbehörde nicht bereit ist, die Vorschläge und Empfehlungen, wie sie
in vielen der privaten Einwendungen enthalten sind, zu berücksichtigen, sondern
sie will das Projekt bis auf unwesentliche Kleinigkeiten so durchziehen, wie
bereits veröffentlicht und geplant.
Herr Hornung will Immenstaads Forderung,
später die B31 neu weiter nördlich zu legen, der Ortschaft Kluftern nicht
zumuten. Er vergisst aber geflissentlich, dass er Kluftern viel Schlimmeres mit
der K7743 neu entlang der Bahnlinie und durch Kluftern/Efrizweiler hindurch
aufbürden will, was durch den Spaltensteiner Knoten praktisch erzwungen würde.
Wem nützt es, wenn nach der Erörterung die Gerichte bemüht werden müssen, um
endlich eine akzeptable Lösung für die B31 neu durchzusetzen? Damit würde nicht
nur Geld verschwendet, sondern vor allem die B31 neu insgesamt unnötig
verzögert. Der Vorschlag des Landtagsabgeordneten Müller ist ungeeignet, denn
wer glaubt den Behörden unverbindliche Zusagen, auf die kein Rechtsanspruch
besteht. Damit lässt sich der Gordische Knoten von Immenstaad nicht lösen.
Adalbert Kühnle, Mitglied des Vorstands von
Pro Kluftern e.V.
(Stand: 30.12.2005 00:15)