Ungeheure Folgen zu erwarten

Der Planungsfall 7.5 mit der Südumfahrung von Markdorf ist nicht ehrlich! Nicht ehrlich, weil dieses Konzept uns Bürgern weiß machen will, dass alle aufgeführten Straßen auch realisierbar sind. Die Bezeichnungen Planfall 7.5 und Ortsumfahrungen von Bermatingen, Markdorf, Kluftern als so genannte ergänzende Maßnahen täuschen uns ferner eine Wertigkeit und Rangfolge vor. Doch nirgends in den Planungsunterlagen wird schlüssig darüber Auskunft gegeben, welche Straßen nun die verkehrlich wichtigere und somit auch als Erste zu bauen sind.

Dies ist auch nicht beabsichtigt, denn damit lässt sich eine vielversprechende Doppelstrategie verfolgen, die da heißt: Egal, ob seenah mit einer B31 neu oder im Hinterland mit dem Verbund mehrerer Ortsumfahrungen: Dort, wo zuerst der politische Dammbruch erfolgt, entsteht letztendlich die eine, einzige neue Ost-Westverbindung am Bodensee. Wird die Südumfahrung in dieser Form planfestgestellt, wird dies eine ungeheure Folgewirkung für den ganzen Planfall 7.5 nach sich ziehen. Eine weitere Zerschneidung zwischen der Gehrenberglandschaft und dem Bodensee wird politisch für alle Zukunft nicht mehr durchsetzbar sein. Dies macht die Südumfahrung mit all den katastrophalen Auswirkungen für ganz Kluftern zusätzlich so gefährlich.

Walter Zacke, Kluftern

 (Stand: 15.02.2005 00:20)