B 31Eriskirch: Keine Zeit verlieren
Die Bürgervereinigung
Schutz vor Lärm Friedrichshafen hat in der Umgehungsstraße B31 Eriskirch ein geeignetes Projekt gesehen, um den Nachweis
der geeigneten Lärmschutzmaßnahmen vor und nach der Freigabe zu verfolgen. Wer
diese neue Trasse unter dem Gesichtspunkt der Lärmverbreitung in der Landschaft
sieht, musste seine Zweifel an einem ausreichenden Lärmschutz für die
anliegenden Wohnbebauungen haben. Ein Blick in die Unterlagen der
Planfeststellung zeigt, dass die Festlegungen zu einem Zeitpunkt geschahen, der
deutlich niedrigere Verkehrprognosen zur Grundlage hatte.
Messungen der
Bürgervereinigung an 14 Messorten zeigen bereits gegenwärtig, dass einschlägige
Anwohner mit einer Lärmpegelveränderung von unter 40
dB(A) auf über 50 dB(A) rechnen müssen. Die Grenzwerte 59/49 dB(A) werden mit
Sicherheit bereits tangiert. Die Orientierungswerte bei Neubau-Plagungen liegen
nach der DIN 18005 bei 50/40 dB(A). Offensichtlich haben die Planer
hingenommen, dass die Grenzwerte voll ausgereizt werden. Reserven für künftige
Verkehrssteigerungen sind da nicht mehr unterzubringen.
Es wird Zeit, dass den
früheren Planungen aktuelle Berechnungen und Nachweise folgen. Dies bedeutet
konkret, dass die Verantwortlichen (zum Beispiel das Straßenbauamt Überlingen)
keine Zeit verlieren dürfen, um nach besserer Winter-Wetterlage Tagesmessungen
mit Verkehrszählungen an verschiedenen Tagen durchzuführen. Dieses Verfahren
muss vergleichend in den hochfrequentierten
Sommer-Urlaubstagen wiederholt werden, will man Beobachtungen und Bewertungen
der betroffenen Anwohner nicht vertuschen. Nach weiteren Tages- und
Nachtmessungen werde ich die Lärmstichproben-Ergebnisse vorlegen, um diese mit
den "amtlichen Messungen" vergleichen zu können.
Helge Körber,
Friedrichshafen
(Stand: 29.01.2004 00:18)