Lärmbelästigung falsch eingeschätzt?
Dass die Anwohner der
B31 neu von dem Lärm überrascht wurden, ist verständlich. Dass die Straßenbauer
und -planer im Straßenbauamt Überlingen die Lärmbelästigung nicht vorhergesehen
oder falsch eingeschätzt haben, ist aber unglaublich. Wie viel solcher Straßen haben die Herren der Behörde denn schon
gebaut? Wie lange brauchen die Herren denn jetzt, um die Ampelanlage an der Schlatter Kreuzung stillzulegen oder doch wenigsten
ganztägig auf den "21:30-Rhythmus" zu schalten. Immer wieder fahre
ich diese Kreuzung an, niemand da, alles rot.
Was nun den Lärm angeht,
so glaube ich, dass nicht so sehr die Anzahl der Fahrzeuge ausschlaggebend ist,
sondern vor allem die deutliche Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit. Auf der alten
B 31 haben sich die Fahrzeuge - durch zwei Ampelanlagen und die Zufahrt zum
Einkaufszentrum abgebremst - oft nur im leisen Schritt-Tempo und nur selten mit
50 Stundenkilometern vorwärts bewegt. Da die neue Straße auch nach dem Umbau
nur eine begrenzte zweispurige Aufnahmefähigkeit hat, kann man hoffen, dass im
Sommer soviel Touristen kommen, dass die Fahrgeschwindigkeit zwangsläufig
abnimmt und damit auch der Lärm. Das wäre dann auch der optimale Zeitpunkt für
die Behörde, um Lärmmessungen zu machen, um nachzuweisen, dass
Lärmschutzmaßnahmen unnötig und die Anwohner in den Ortsteilen von Eriskirch hysterisch sind.
Klaus Deckner, Mariabrunn
(Stand: 17.01.2004 00:18)