Was ist mit Lipbachs
Entwicklung?
Zum
Leserbrief von Renate Nitsche bezüglich der
Südumfahrung:
Frau Nitsche
aus Leimbach schreibt, dass die Südumfahrungsgegner recherchieren sollen, wie
lange "sie und ihr Ortsvorsteher im
Dornröschenschlaf“ alles mitgetragen haben, was in Sachen Südumfahrung
bisher angedacht worden war. Ich weiß natürlich nicht, seit wann sich Frau Nitsche mit der Südumfahrung Markdorfbeschäftigt. Fakt ist
aber, dass der Ortschaftsrat Kluftem bereits 1984
seine Stellungnahme zu einer geplanten Umfahrung Markdorf abgegeben hat und
schon damals den Plänen, diese auf Klufterner
Gemarkung zu führen, eine Absage erteilt hat.
Ich kann also im
Umkehrschluss feststellen, dass Markdorf offensichtlich in den vergangenen 17
Jahren nicht gewillt war, andere Ideen zu verfolgen. Stattdessen wurden in der
Vergangenheit munter weitere Bau- und Gewerbegebiete ausgewiesen und nun stellt
man fest, dass eine Umfahrung heute nur noch so laufen kann und alle anderen
diese bitte schön so hinzunehmen haben. Begründet wird dies damit, dass
Markdorf sich seiner Entwicklungsmöglichkeiten nicht berauben will. Aber was
ist mit den Entwicklungsmöglichkeiten in Lipbach?
Dieses Verhalten halte ich
nun nicht gerade für partnerschaftlich. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass
ich mir kein Urteil über die Notwendigkeit einer Südumfahrung Markdorf
erlaube, denn ich denke, dass die Anwohner
der B 33 in gleichem Maße, wenn nicht sogar stärker, vom Verkehr betroffen
sind, wie die Anwohner der L 207 in Lipbach und Kluftern. Dies hat auch der Ortschaftsrat Kluftern erkannt, der sich in seiner Sitzung vom 22. Januar
2002 für eine Südumfahrung Markdorf "mittig
zwischen den Siedlungsräumen von Markdorf und Lipbach" ausgesprochen hat, mit der Maßgabe, dass
entsprechende Lärmschutzmaßnahmen für die Betroffenen sowohl in Markdorf wie
auch in Lipbach getroffen werden.
Aber ist es fair, der
Markdorfer Bevölkerung zu versprechen,
dass die Straße mindestens 1000 Meter entfernt von jeglicher
Wohnbebauung laufen wird, der Nachbargemeinde
aber die Straße bis auf etwa 200 Meter Entfernung an die Wohnbebauung
hinzuschieben? Im Übrigen habe ich in der Sitzung vom 22. Januar 2002 meiner
Auffassung Nachdruck verliehen, dass der Verkehr, der von der B 33 vor Markdorf
auf die Südumfahrung gelenkt wird, der B 33 auch wieder zugeführt werden soll.
Deshalb halte ich nach wie vor an meiner Forderung fest, dass die Anbindung der
Südumfahrung am Kreisverkehr zum Gewerbegebiet Riedwiesen erfolgen soll, denn
dann käme er auch wieder in Verlängerung auf die B 33.
FÜR DEN CDU-ORTSVERBAND
KLUFERN:
FRANZ WURST, Kluftern