Wer glaubt hier an Märchen?

 

 

Zum Leserbrief von Renate Nitsche "Umfahrungen sind etwas Tolles!!", vom 7, März:

 

 

Schön, dass sich Frau Nitsche so gut in Italien auskennt, Leider gilt das nicht für die Belange ihrer Nachbargemeinde. Dass sie uns Klufternern vorwirft, wir hätten irgendwelche Straßenführungen in der Toskana vor Augen (Nitsche: "Wohl zu oft von Pisa nach Grossetto gefahren!"), wenn wir an die L207 denken, ist sehr weit hergeholt. "Zum sachlichen Wohl aller"  Zitat Nitsche), wäre wohl eine genauere Information ihrerseits notwendig, bevor sie sich an das Schreiben eines Leserbriefes macht. Hierzu kann ich Frau Nitsche wärmstens unsere Homepage (www.prokluftern.de) empfehlen.

 

Die L207 auf Bahndammhöhe ist kein Hirngespinst der Klufterner Bürgerinnen und Bürger, sondern wurde so von Herrn Kohler vom Straßenbauamt Überlingen bei der SPD-Informationsveranstaltung im November 2001 im Bürgerhaus Kluftern vorgestellt. als Begründung für diese Höherlegung hat er die Feuchtgebiete im Bereich der geplanten Trasse angeführt. Laut Herrn Kohler würde eine Tieferlegung  (Nitsche: "Neue Straßen liegen tiefer") eine komplizierte und kostenaufwändige aktive Entwässerung notwendig machen und damit den finanziellen  Rahmen sprengen.

 

Übrigens, die Mehrheit der Einwohner Klufterns möchte (laut einer momentan durchgeführten Unterschriftenaktion) keine L207 neu. Die von Frau Nitsche "Umfahrung" genannte Straße ist in Wirklichkeit eine Zerschneidung der Ortsteile Kluftern- Efrizweiler- und Lipbach und ist weder "auf eigenem noch auf fremdem Grund und Boden  gewünscht.

 

Der Vorwurf, dass Kluftern sich nicht an eine über 18 Jahre (!) alte Planung hält, die unter ganz anderen Rahmenbedingungen stand, kann so nicht akzeptiert werden. Die L207 neu, so wie sie heute gebaut werden soll, wird zusammen mit der Südumfahrung Markdorf und der Umfahrung Bermatingen das Kernstück einer zen tralen Ost- West-Verbindung.

 

Laut dem offiziellen Schächterle-Gutachten bringt die L207 neu im Jahr 2010 Kluftern 19.300 Fahrzeuge, die Kluftern bisher nicht hat! Der Verkehr im Ortskern soll laut diesem Gutachten bei 9400 KfZ/Tag unverändert zu heute bleiben! Also bekommt Kluftern, entgegen der Behauptung von Frau Nitsche, zusätzlichen Verkehr von der Südumfahrung über die L207 neu und das ohne Lärmschutzmaßnahmen, da diese durch Höherlegung praktisch unmöglich werden.

 

In Ihrem Leserbrief empfiehlt Frau Nitsche Klufterner Südumfahrungsgegnern "zuerst einmal zu recherchieren, wie lange sie und ihr Ortsvorsteher im Dornröschenschlaf“ alles mitgetragen hätten, was "in dieser Sache bisher .angedacht worden war", Es ist uns natürlich ein Vergnügen, das Ergebnis t dieser Recherche mitzuteilen. Im SUDKURIER vom 12. Juli 1984 (!) ist Folgendes nachzulesen:

 

"Eindeutig abgelehnt hat der Ortschaftsrat Kluftern die Pläne einer Südumgehung Markdorfs auf der Trasse der A98. In seinem einstimmig gefassten Beschluss zeigte das Gremium zwar Verständnis für den Markdorfer Wunsch - nach einer Umgehung, ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass eine solche Straße auf Gemarkung Lipbach nichts verloren habe."

 

Vielleicht sollte Frau Nitsche selbst nicht so sehr an Märchen glauben, wie sie den Klufternern vorwirft und ihren  von falschen Informationen ausgehen den Leserbrief überdenken, denn:"Der denkende Mensch ändert seine.Meinung." .

 

 

CHRISTINE ROTH-WALDHEUER

BLÜTENWEG 12

FRlEDRICHSI:JAFEN-KLUFTERN