Andrea Graf-Hess, Blütenweg
12, Kluftern, Tel. 07544/1473
Christine Roth-Waldheuer,
Blütenweg 34, Kluftern, Tel. 07544/6660
zum Artikel „In Schnetzenhausen kocht es“ vom 14.06.2002 und zum Bericht über die Podiumsdiskussion im Graf-Zeppelin-Haus vom 19.06.2002 in der Schwäbischen Zeitung Fr’hafen
Im Artikel „In Schnetzenhausen kocht es“ vom 14.06.02 war eine inhaltlich
falsche Aussage, die wir gerne richtig stellen würden. Ex-Stadtrat Otto Rueß wird folgendermaßen zitiert: „Weil Kluftern
‚solchen Wirbel macht und die B 31 neu zu Lasten von Schnetzenhausen
verhindern will’...“ Wir legen Wert
darauf festzustellen, dass wir nicht gegen die B 31 neu kämpfen. Pro Kluftern erkennt sehr wohl an, dass Friedrichshafen und
Fischbach eine Entlastung des enormen Verkehrsaufkommens brauchen. Bei der
Podiumsdiskussion am 17.06.2002 im Graf-Zeppelin-Haus hat Herr Kohler noch mal
deutlich gemacht, dass die B 31 neu auch ohne den Knotenpunkt
„Anschlussstelle Efrizweiler“ und ohne L 207
neu ins Planfeststellungsverfahren gehen kann. Wir lehnen den Knotenpunkt
bei Efrizweiler strikt ab, weil uns durch diesen
Knoten der Bau der L 207 neu unabdingbar aufgedrängt würde.
An der Podiumsdiskussion
wurde außerdem deutlich, dass vielen Anwesenden nicht klar war, dass wir für
die Gesamtgemeinde Kluften-Efrizweiler-Lipbach sprechen.
Die Teilgemeinden kann man nicht isoliert sehen. Kluftern
ist eine Gemeinde, die seit über 100 Jahren aus drei Teilorten
mit gemeinsamer Kirche, Schule, Kindergärten und anderen öffentlichen Gebäuden
besteht. Und genau durch diese drei Orte soll die L 207 neu gehen. Wir können
daher die Bezeichnung „Ortsumfahrung“ für Kluftern-Efrizweiler-Lipbach
nicht akzeptieren. Eine Entlastung für Gesamt-Kluftern
ist wünschenswert, aber nicht, wenn die Trasse mitten durch diese
Dreiergemeinde läuft und eine Fernverkehrsachse von West nach Ost darstellt.
Für den Gesamtort ist die L 207 eine Ortszerschneidung, die jede spätere Entwicklung und
das weitere Zusammenwachsen der Teilorte in Zukunft nicht mehr möglich machen
würde.
Während der Diskussion im
Graf-Zeppelin-Haus wurde von Herrn Hornung festgestellt, dass „bei keiner
Straßenführung alle jubeln werden – es gibt immer Sieger und Verlierer“. Von
dieser Wortwahl ausgehend möchten wir deutlich machen, dass wir schon zweimal
die Verlierer sind, da wir nach derzeitiger Planung durch die B 31 neu (Westumfahrung
Friedrichshafen) und die Südumfahrung Markdorf belastet werden. Aber bei
der dritten Straße, der L 207 neu, mitten durch die Dreiergemeinde Kluftern-Efrizweiler-Lipbach wollen wir nicht auch noch die
Verlierer sein. Wir brauchen keine Sieger-Verlierer-Strategien, sondern gute
Lösungen für alle.
Pro Kluftern
e.V.