Die Mehrkosten für Bodo
sollten nicht schon wieder durch höhere Ticketpreise ab 1.1.09, sondern durch
höhere Auslastungen ausgeglichen werden. Das aber ist nur möglich, wenn mehr
Menschen vom Auto auf den Nahverkehr umsteigen. Dem wiederum steht der Trend zu
immer weiterem Straßenbau entgegen. Zum Beispiel der Bau der vierspurigen
Umgehung Friedrichshafens, der die Vierspurigkeit nach „Westen“
vorprogrammiert. Drei Spuren bis zum Grenzhof mit den allseits bekannten
Alternativen reichen doch aus! Wenn das Bündnis „Pro B31“ schon die CO-Bilanz
zu Gunsten der B-31-neu wegen der Kreuzungsfreiheit bemüht, sollte es so fair
sein, auch die positivere CO-Bilanz eines gut ausgelasteten ÖPNV gegenüber dem
Pkw-Verkehr zu erwähnen. Angesichts des weltweit rapide zunehmenden Personen -
und Frachtverkehrs kommen wir gar nicht umhin, den Ausbau des öffentlichen
Nahverkehrs global zu beschleunigen, wenn wir den Klimaschutz auch auf dem
Verkehrssektor wirklich ernst nehmen. Sparsamere und neue Antriebssysteme
allein sind nicht in der Lage, den zusätzlichen CO-Ausstoß auszugleichen. Der
Lkw-Transitverkehr in unserer Region würde durch eine mittelfristige Verlagerung
auf eine neu zu bauende Schienentrasse im Hinterland abseits von Siedlungen
reduziert. Durch die von „Pro B 31“ geforderte vierspurige Trasse würde er nur
anderen Betroffenen „zugeschoben“ und weiter erhöht!
Peter Hecking,
Immenstaad,
VCD Kreisvorstands- und „Pro Bahn“-Mitglied