STRASSENPLANUNGEN B31-NEU

Fehlplanung festgestellt

 

Zur Pressemitteilung des CDU - Landtagsabgeordneten Ulrich Müller "Kampf ums Geld", SÜDKRUIER vom 7. Oktober:

 

Ullrich Müller stellt in seiner jüngsten Mitteilung zum Thema B 31-neu fest, dass nicht einmal ein Zehntel der vom Land für den Straßenbau mittelfristig gewünschten Mittel- 2,8 Milliarden Euro! - derzeit jährlich vom Bund bereit gestellt werden. Und wieder erklingt gebetsmühlenartig der Ruf nach mehr Geld aus Berlin für den Neubau von Straßen im großspurigen XXL- Format.

 

Warum werden nicht auch die Möglichkeiten der Kostendämpfung in Erwägung gezogen? Damit findet man in Be;rlin sicherlich mehr offene Ohren. Ich finde es bedauerlich, dass der Petitionsausschuss im Frühjahr nicht die Gelegenheit genutzt hat, die Umplanung der B 31-neu zwischen Immenstaad und Waggershausen zugunsten einer schlankeren, zwei bis dreispurigen Variante in die Wege zu leiten. Auch den Bau des umstrittenen Spaltensteiner Knotens hätte man aus dem Planungsverfahren herausnehmen können. Er macht ohnehin nur Sinn, wenn die  bahnparallele Trasse durch Kluftern gebaut wird, wovon derzeit noch nicht ausgegangen werden kann.

 

Unsere Landtagsabgeordneten hätten zeigen können, dass sie die Stimmen der besorgten Bürger und auch die Belange der Natur Ernst nehmen - und nebenbei den Bundeshaushalt

schonen. Die Chance für den Interessenausgleich wurde vertan, und so tragen auch die Mitglieder des Petitionsausschusses eine Mitverantwortung für eine weitere Verzögerung des Baubeginns der Nordumgehung, auf den die Industrie und die vom Lärm geplagten Bürger Fischbachs warten.

 

Matthias Klemm

 

Vorstandsmitglied

Bündnis90/Die Grünen,

Friedrichshafen