-

STRASSENPLANUNGEN

 

Planungsfall 7.5 fallen lassen

..

Zum Artikel "Gemeinderat will im Oktober entscheiden", SODKURIER vom 28. August:

"

,

17 Häfler Stadträte wollen den Neubau der B 31 westlich von Immenstaad vorantreiben noch ehe alle Zweifel am Bau einer vierspurigen Nordumgehung von Fischbach ausgeräumt sind. Vielleicht sollten diese Verantwortungsträger etwas mehr Besonnenheit an den Tag legen und darüber nachdenken, was denn mit der von Oberbürgermeister Büchelmeier geforderten" Verwirklichung einer grundlegenden Verkehrslösung am nördlichen Bodensee" gemeint sein könnte, wenn diese nachhaltig sein und die Menschen im Bodenseekreis überzeugen soll. Verkehrsplanung bedeutet mehr als nur der stereotype Ruf nach neuen Straßen. Wenn sich beispielsweise die Hagnauer Bürger auf diesen Ruf verlassen, werden sie noch lange auf die ersehnte Entlastung vom Straßenverkehr warten. Es wird schwer fallen, gemäß dem Wunsch von Herrn Büchelmeier ,;alle Kräfte aus der gesamten Region zu bündeln" wenn - wie beim 31. August 2008 Seite 2 von 2 Planungsfall 7.5 - Kulturlandschaft geopfert werden soll. Außerdem wird auch Aktionismus nichts daran ändern, dass dieses Neubauprojekt mittelfristig nicht vom Bund finanziert wird.

 

 

Der Planungsfall 7.5 gehört zu den Akten. Den Hagnauern muss und kann auf anderem Weg und schneller geholfen werden, indem wir lernen, auch über unkonventionelle Lösungsansätze nachzudenken. Erstens: Es gibt eine Möglichkeit, den Schwerlast - Fernverkehr ganz von der B31 am nördlichen Bodenseeufer fern zu halten. Die stillgelegte Bahntraverse Linzgau-Oberschwaben darf bei Pfullendorf nicht weiter demontiert, sondern sollte für eine LKW Bahnverladung zwischen A98 und A96 nutzbar gemacht werden. Zweitens: Das Potential, das darin liegt, Menschen - vor allem auch Urlauber - davon zu überzeugen, ihren PKW stehen zu lassen und den ÖPNV zu nutzen, ist auch auf der B31  noch lange nicht ausgeschöpft. Was dann noch an motorisiertem Straßenverkehr übrigbleibt, kann - drittens - in Hagnau "tiefer gelegt" und überdeckelt werden.

 

Herr Büchelmeier hat mit seinem Erdgas betriebenen Dienstwagen gezeigt, dass er die Vokabel Klimaschutz kennt. Das ist lobenswert. Noch schöner wäre es, wenn er alle Möglichkeiten zur Reduzierung von CO2- Emissionen, die in seiner Macht liegen, konsequent ausnutzt. Vielleicht setzt auch bei allen Stadträten ein Umdenkprozess in Sachen Umweltschutz ein. Man will die Hoffnung nicht aufgeben.

 

 

Matthias Klemm, Bündnis

90/Die Grünen.