STRASSEPLANUNGEN

 

Priorität für die Schiene

 

 

Zum Beitrag "Höchste Priorität für  neue B. 31“: SÜDKURlER vom 3. Mai, Seite 20:

 

Unser Straßenverkehrsnetz mit demjenigen aus dem vergangenen Jahrhundert zu vergleichen lässt die Frage in mir aufkommen, aus welchem Jahrhundert denn erst unser Schienenverkehr stammt.

 

Jahrzehntelang ist dieser zu Gunsten des Straßenverkehrs vernachlässigt worden mit der Folge, dass weit mehr als die Hälfte (zirka 80 Prozent) des Personen- und Güterverkehrs auf der Straße abgewickelt werden. Um so wichtiger wäre es jetzt, sich für die' Umwelt-, Flächen~ und Energieschonenden Verkehrssysteme einzusetzen wie zum Beispiel: Ausweitung der BOB nach Salem, schnellere Elektrifizierung und Zweispurigkeit am gesamten Nordufer, Priorität für die Bodensee-S-Bahn, Verlagerung der Ost-; West- Transitgüter auf neue Schienentrassen im Pfullendorfer Raum dorthin, wo vor Jahrzehnten eine Ost-West-Autobahn geplant war und nicht zuletzt eine bessere Auslastung des öffentlichen Verkehrs, dem die Forderung nach immer mehr Straßenbau entgegensteht.

 

Der Wunsch einer Umgehung FN-West ist verständlich, doch eine Ausweitung nach Westen und damit Zerstörung des unmittelbaren Hinterlandes ist nicht akzeptabel.

 

Peter Hecking, Immenstaad