VERKEHRSPLANUNG Prinzip der Verharmlosung
Wieder zur Schelte des Landtagsabgeordneten Ulrich Müller (CDU) "Müller: Pro Kluftern ohne Sachkenntnis" im SÜDKURIER vom 5. März:
Landtagsabgeordneter Ulrich Müller (CDU), der nicht müde wird, den seefernen Gemeinden wahlkämpferisch Ortsumfahrungen mit schneller Finanzierbarkeit als Segen ihrer Verkehrsprobleme zu versprechen, wundert sich nun über die Konfrontationen.
Glaubt er denn tatsächlich, dass seine verharmlosenden
Halbwahrheiten widerspruchslos hingenommen werden? Fakt ist, dass die
Ortsumfahrung Salem-Neuftach / nie Bestandteil des Planungsfall 7.5 war. Einer möglichen Weiterführung der
geplanten so genannten Ortsumfahrungen Kluftern, Markdorf, Bermatingen
nach Westen wurde von den Verantwortlichen kategorisch als Hirngespinst
abgetan. Nun ein Logistikzentrum im Gewerbegebiet Neufrach,
an einem so unlogischen Standort mit unzureichender Infrastruktur zu planen,
hat sowohl die Salemer, als auch die entfernteren Klufterner Bürger
aufgeschreckt. Eine Firmenansiedlung, als Mittel zum Zweck einer Ortsumfahrung,
mag man zwar als aufrichtiger Bürger nicht glauben, aber irgendwie kriegt man
dieses Gschmäckle nicht mehr los.
Ein Gschmäckle entlädt sich zum
Protest, wenn Müller, wie in Kluftern, seinen Blick einseitig auf den Entlastungseffekt
in der Ortsdurchfahrt lenkt und die Neubelastung, von 20 000 Kfz/Tag, durch die
bahnparallele Ortdurchschneidung K 7743- neu, naiv unter den Teppich kehren
will. Gerade diese Verharmlosung gegenüber nachhaltiger Umweltzerstörung,
empfindlicher Neuverlärmung, drastischer Haus- und Grundwertminderung und
unnötiger Landschaftsversiegelung in der hochsensiblen Erholungs- und
Naturlandschaft des Bodensees schafft immer mehr Widerstand. und Verbündete
gegen einen überdimensionierten Straßenbau unserer Region - nun auch in Salem/Neufrach.
Walter Zacke,Vorstandsmitglied "Pro Kluftern"