STRASSENPLANUNG

 

Traumtänzer

 

Zu den Straßenbauplanungen im Raum Bermatingen/Salem hat uns folgende Leserzuschrift erreicht:

 

 

Die Schultes von Bermatingen und Salem sind bezüglich Straßenbau Traumtänzer. Sie wollen, dass Bahnverwaltung und Landesregierung auf weniger als drei Kilometern der Landesstrasse 205 drei große Bahnunterführungen bauen. Nr.1 ist in ihren vorgesehenen Abmessungen bekannt und planfestgestellt: die Verbindung der beiden Kreisverkehre in Neufrach mit über 15 Metern Spannweite und 4,7 Metern Durchfahrtshöhe. Der Baubeginn dieser seit 20 Jahren diskutierten Unterführung ist bis heute nicht geklärt. Wir bezweifeln, dass die Nr.2 im Rahmen der Neufracher Südumfahrung beim Gasthof "Apfelblüte" und die Nr.3 im Zuge der so genannten Ortsumfahrung Bermatingen westlich der Tankstelle kleinere Abmessungen haben dürfen. Eine solche Anzahl von Unterführungen je Straßenkilometer ist realitätsfern. Zu diesen Fehlplanungen gehört noch die weithin unterdrückte Information, dass, auch wenn die  angestrebten Ortsumfahrungen gebaut sind, die überregional bestehende Großraumtrasse 2a ohne Bahnunterführungen mit sechs Metern lichter Weite immer noch durch die Ortskerne von Bermatingen und Salem geführt wird. Damit würden Rückbauten für die Verkehrsberuhigung in den Orten wirkungsvoll verhindert.

 

 

Der Bermatinger Bürgermeister setzte in seinem Neujahrsinterview noch eins drauf: um die sehr realistische Gefahr einer "Hinterlandtrasse aus verketteten Ortsumfahrungen" ad absurdum zu führen, hielt er tatsächlich das Bild vom Mythos einer vierspurigen Bündelungs-Trasse P 7.5 von Überlingen nach Friedrichshafen hoch. Diese landschaftszerstörende Trasse ist aus Kosten- und Durchsetzungsgründen inzwischen weit hinter dem Horizont verschwunden.

Solange sich die Bürgermeister benachbarter Orte nicht beim Straßenbau abstimmen und absolut unverträgliche Detailplanungen konkurrieren lassen, ist das nur unsere schöne Landschaft bisher so wohltätige Straßenbau-Moratorium eine sichere Sache. So werden die knappen Straßenbaumittel unwiederbringlich in andere Regionen geschickt. Wir Mitglieder von den Vereinigten Verkehrsinitiativen der Bodenseeregion (WB) werden uns weiterhin zugunsten der Landschaft und ihrer Bürger gegen überflüssigen Straßenbau einsetzen.

 

Bob Jürgensmeyer

 

Mitglied der Vereinigten Verkehrs initiativen der Bodenseeregion

Bermatingen