Baustein für Hinterlandtrasse
Im alten
Jahr beeindruckte das MTU-Management den jungen, Großprojekten gegenüber unerfahrenen
Salemer Bürgermeister Härle
mit ihrem schwer unterzubringendem Logistikzentrum offenbar so sehr, daß dieser
das Wohl seiner Bürger und besonders das der Landschaft aus den Augen verlor.
Bei recht geringer Vorinformation und ohne umfassende Pro- und Kontra-Bewertung für Salem sollten die
Gemeinderatsmitglieder vermutlich übertölpelt werden. Es kam anders. Salems Bürger und die mitbetroffenen Gemeinden sind
aufgeschreckt: Zur Arbeitszeit alle zwei bis drei Minuten ein Lastzug von oder
nach Friedrichshafen, viele Zubringerlastwagen und ein ganz massiver Eingriff
in das Landschaftsbild sind dann doch zu viel.
Wer sich
einen Eindruck vom Bauvolumen und den Erdbewegungen für ein Logistikzentrum
schaffen will, sieht sich das der MTU für den Export al der L 200 in Höhe von Bambergen an. Allerdings soll das auf Neufrachs
Äckern geplante zwei bis dreimal größer sein und es kann wegen des dortigen
Wasserschutzgebietes auch nicht teilweise abgesenkt werden,
So wird
auch nachvollziehbar, warum die Neufracher
Bahnunterführung über 15 Meter Spannweite und 4,4 Meter Durchfahrtshöhe
bekommen soll: Wieder ein Baustein der „Hinderland-Trasse aus verketteten
Ortsumfahrungen“ zur Entlastung der B31 am See.
Bob Jürgensmeyer, Bermatingen
Mitglied
der Vereinigten Verkehrsinitiativen der Bodenseeregion (VVB)