VERKEHRSPLANUNGEN
Zu Bündnis Pro B 31-neu, Beitrag im SÜDKURlER vom 22. Dezember "West-Umgehung bleibt
weiter Sorgenkind":
Pünktlich
zum Fest der christlichen liebe zum Nächsten hat "Pro B31-neu" wieder
einmal gezeigt, dass man dort wirklich nur an sich selbst, an die Fischbacher Verkehrsprobleme, denkt und mit Solidarität gegenüber
anderen Stadtteilen oder ähnlichem christlich-demokratischem Verhalten nichts
am Hut hat (CDU!). Das erfolglose Bemühen von Pro B 31-neu um die wirklich notwendige
Beseitigung des Fischbacher-Verkehrschaos hat das
Verhalten der Wortführer dieses Bündnisses offenbar polarisiert.
Man beklagt
diese Zustände ununterbrochen und sucht ohne Ergebnis krampfhaft Schuldige. An
die Initiatoren dieser unsinnigen Verkehrsbündelungs-Fehlplanung denkt und wagt
man sich natürlich nicht} Man lässt sich vielmehr von ihnen zum für sie
nützlichen Pro-Fehlplanungsverein instrumentalisieren. Stattdessen wird
Kluftern, dass sich gegen geplante Verkehrsbelastungen wie derzeit in Fischbach
wehrt, mit möglichst öffentlichkeitswirksamen Scheinargumenten zum Prügelknaben
hochstilisiert, dem jegliche Schuld an einer Verzögerung der B 31-neu
zuzuschreiben sei. Trauriger Fakt ist: Zur nur vermeintlich schnellstmöglichen
Bereinigung des Fischbacher Verkehrschaos betreibt Pro
B 31-neu (in Sachen Straßen offenbar blind planungs- und obrigkeitsgläubig) die
unveränderte Durchsetzung der Straßenfehlplanung für den Hinterlandanschluss an
die B 31-neu und will damit Verkehr vom Ausmaß der derzeitigen Fischbacher Größenordnung Kluftern zumuten.
Etwa 26 500
Kraftfahrzeuge pro Tag sollen nach Realisierung des geplanten Zubringers K 7743
neu zur B 31-neu mitten durch die Teilorte Klufterns
fahren. Eine Untat und Fehlplanung, die Experten empört. Dabei liegen
Alternativlösungen für den notwendigen Hinterland-Verkehrsanschluss an die B
31-neu vor, die ohne Zeitverzögerung für das Teilstück Westumfahrung
Friedrichshafen für Menschen und Natur praktisch schadensfrei durchführbar und
zudem viel billiger wären. Ihr Anschluss an: die B 31-neu würde über einen einigen
Knoten westlich von Schnetzenhausen statt wie geplant
zweier bei der Villa Wagner und Heiseloch erfolgen. Gegen die B 31-neu hat
Kluftern, wie oft bestätigt nichts einzuwenden.
Das sind
die wirklichen Fakten, die Pro B 31-neu nicht nennt, man unterstellt Kluftern
nur "böse Absichten" Das Entstehen solcher Fehlplanungen durch
hegemoniale Interessen beteiligter Gemeinden und fachliche Inkompetenz
beziehungsweise Manipulierbarkeit von Planern und Gutachtern ist geschehen und
zu beklagen. Eine unveränderte Realisierung solcher Fehlplanungen aber wäre Todsünde
und muss verhindert werden. Pro B 31-neu kümmert all dies nicht. Man will
egoistisch, unsolidarisch schnellstens den eigenen örtliche~ Vorteil und
akzeptiert dafür grob fahrlässig die absurdeste Verkehrsfehlplanung, eine
enorme Schädigung anderer Ortsteile wie auch Abstimmungsgewalt und hegemoniale
Manipulationen durch interessierte Gruppen in den entscheidenden Gremien. Dass
eine Gruppierung, die prinzipiell derart undemokratisch handelt, auch
Schwierigkeiten mit demokratischen Mittel der Petition hat, wenn Pro Kluftern
dies anwendet, ist nicht verwunderlich. Dass dann mit großem Lamento und jeder
Art von unzutreffender Schwarzmalerei dagegengehalten wird, ebenfalls nicht.
Zu Ehren
des neuen Landrats Wölfle sei hier gesagt, dass
Letzterer sich bei Pro Kluftern lediglich korrekt und intensiv informierte und
nicht versuchte, Pro Kluftern umzustimmen (ich war dabei). Herrn Wölfle schien mir damals zumindest betroffen zu sein angesichts des Ausmaßes der Schädigungen,
denen Kluftern und seine Naherholungsgebiete durch die K 7743 neu ausgesetzt
wäre Herr Wölfle war bis dahin mit diesen Fakten offenbar
noch nicht vertraut. Er ist aber sicher gefangen in dem politischen Netzwerk, das ihn installierte,
und hat meines Erachtens keine Chance, aus dessen Planungen und
Weichenstellungen auszubrechen - selbst wenn er dies persönlich wollte.
Vielleicht
geht ja nach dem Lichter Fest den in Sachen B 31-neu Entscheidenden und auch
den Pro B 31-neu-Oberen ein I1cht auf, weshalb Kluftern sich wehren muss und wehren
wird, gar nicht anders kann als sich auf Biegen und Brechen zu wehren. Wobei
noch einmal betont werden soll, dass dies nicht mit dem Ziel der Verhinderung
der B 31-neu, sondern der Veränderung des Hinterland-Verkehrsanschlusses
erfolgt- und sich so ganz sicher nicht gegen die verkehrsgeplagten Menschen in Fischbach
wendet.
Rudolf
Moser
Lettenhof
Markdorf