B 31 NEU
Schlechte Planung
Leserbrief zum Artikel: " West- Umgehung bleibt
weiter Sorgenkind" vom 22. Dezember:
Verantwortlich
für die Verzögerung der West-Umfahrung sind die Repräsentanten
der Stadt Friedrichshafen selbst. Als 1995 der Planungsfall 7 vorgestellt
wurde, war klar, daß die West - Umfahrung
Friedrichshafen Teil einer überregionalen Straßenplanung ist. Jede Diskussion
über Alternativen könnte die Planfeststellung der West-Umfahrung
(man erwarte sie im Jahre 1998 ) zeitlich verzögern,
stellte der damalige OB Widmann in der Öffentlichkeit fest. Jetzt stehen wir
vor dem Jahr 2008.
Die gleiche
umstrittene Planung wird von maßgeblichen Verantwortlichen in der Stadt und Bodenseekreis nach wie vor
heftig verteidigt. Getreu dem Motto - "wir können's
nicht besser, also ist es gut" - wird weiter verfahren. Die neue Straße
schafft neue EngstelIen - am Grenzhof und am
zweispurigen Riedleöschtunnel. In starkem Maße mehr
verlärmt werden Kluftern und Efrizweiler,
Spaltenstein, Schnetzenhausen und Waggershausen.
Im Bereich Immenstaad und Hagnau werden die Probleme
deutlich verschärft. Im Folgenden soll diese Zerstörung zwischen Markdorf und
Immenstaad (Planfall 7.5) fortgesetzt werden.
Wir haben
ein Verkehrsproblem. Aber neben kurzfristigen Zielen haben wir auch eine
langfristige Verantwortung. Vielleicht geben Weihnachten und der Jahreswechsel etwas
Zeit, um die Begriffe wie "nachhaltige Entwicklung", "schonender
Umgang mit Ressourcen" und "Bewahrung des Kultur- und Landschaftsraums
Bodensee" mit Inhalt zu befülllen.
Hubert
Lehle
Immenstaad