STRASSEN PLANUNGEN
Grenzenlose Ignoranz
Zum Thema B 31-neu, Westumfahrung
und dem Leserbrief von Matthias Klemm (13. November), Seite 18,
"Erstaunlicher Wandel"
So ein
naiver Unsinn kann nicht unwidersprochen bleiben. Es ist erstaunlich, dass sich
immer wieder Mitbürger zu diesem heiklen Thema zu Wort melden, die von der
Straßenplanung gar nicht betroffen sind und offenbar nur eines wollen – den Autobahnanschluss
in der Nähe ihrer Haustür.
Wir wohnen
am östlichsten Ende von Efrizweiler und gut in Hörweite der Straße nach Spaltenstein/Friedrichshafen.
Sollte/der B31-Anschluß Spaltenstein je kommen, würde das Vielfache an Boden
verbraucht, als nur die tiefer gelegte Trassenführung der B31 allein und es
wäre auch viel schwieriger, wirksamen Schallschutz umzusetzen. Der Lärmzuwachs
wäre also beträchtlich. Allein die Tatsache, dass durch die B-31- Trasse die
schöne Landschaft um Efrizweiler zerschnitten wird, ist schon eine sehr bittere
Pille. Würden all die anderen Planungen, wie B-31-Zubringer aus Markdorf
("Umfahrung" Klufterns), Markdorfer Südumfahrung am Rande von Lipbach, Knotenpunkt
Spaltenstein verwirklicht - dann bleibt von Klufterns
schöner Umgebung nicht mehr viel übrig, ganz zu schweigen von der Staub- und
Abgasbelastung und dem zusätzlichen Lärm.
Wenn Herr
Klemm wie auch Pro-B31 davon reden, Kluftern soll endlich Ruhe geben und alle
Einsprüche zurückziehen, dann zeugt das von grenzenloser Ignoranz sowie Menschen-
und Naturverachtung. Wer von den Herren ist schon mal um seinen Ort gejoggt,
oder auf Naturbeobachtung losgezogen? Mit anderen Worten: wer hat die Natur um
seinen eigenen Wohnsitz schon mal bewusst erlebt? Wenn ja, dann kann man ja
sachlich miteinander diskutieren und muss dann den anderen auch nicht gleich
als Unruhe stiftenden Verzögerer verunglimpfen. Verzögerer sind die, die mit aller Gewalt die Andersdenkenden
- hier die Ortschaft Kluftern mir ihrer Bürgerinitiative – niedertrampeln wollen.
Mit der Einsicht, dass man nicht einfach einen ganzen Ort übergehen kann, wären
wir in der Planung B31-Westumfahrung schon erheblich weiter.
Jürgen
Burgau
Hofäckerweg,
Efrizweilter