UMFAHRUNG FRIEDRICHSHAFEN

 

Erstaunlicher Wandel

 

Zu den Verkehrskonzepten Raum Friedrichshafen, Kontra „Pro Kluftern ":

 

Der jüngsten Samstagsausgabe des SÜDKURIER entnimmt man, dass der Verein "Pro Kluftern" mittels Einwendungen an den Petitionsausschuss des Landtages weiterhin, an seiner destruktiven Verzögerungstaktik gegen den Bau der Nordumgehung von Fischbach festhält. Ich persönlich gehöre zu den Einwohnern Klufterns, die sich durch den Verein in keiner Weise repräsentiert fühlen. Welche Mitbürger sollten ernsthaft gegen den Anschluss an die B 31-neu vor unseren Toren sein? Für viele Kluftinger, die nach Friedrichshafen oder in Richtung Überlingen mit dem Auto zur Arbeit fahren, bedeutet der Spaltensteiner Knoten eine enorme Fahrzeitverkürzung. 75 Prozent meiner Mitbürger identifizieren sich angeblich mit der Meinung von "Pro Kluftern". Dies ist stark anzuzweifeln, beruhen diese Zahlen doch auf einer Unterschriftenaktion, die mit demokratischer Meinungsbildung nichts zu tun hatte.

 

Der Bau der B 31-neu ist mit einem schmerzhaften Verbrauch wertvoller Kulturlandschaft verbunden. Aber bisweilen müssen zum Wohl der Allgemeinheit - in diesem Fall der Einwohner von Fischbach und der Autofahrer, die täglich auf der B 31 im Stau stehen - bittere Entscheidungen getroffen werden. Man liest mit Erstaunen, dass jetzt, da am Bau der Nordumfahrung Fischbachs nicht mehr zu rütteln ist, "Pro Kluftern" seine Fahnen in den Wind hängt und die neue Straße "für notwendig" erachtet, deren Bau sie verhindern wollte und verzögert hat. Nun befürwortet der Verein eine Anschlussstelle, die nur über einen als gefährlich einzustufenden Zubringer zu erreichen ist.

 

Ich denke, "Pro Kluftern" wäre gut beraten, entweder alle laufenden Verfahren, Einsprüche, Petitionen. gegen den Bau der B 31-neu zurückzuziehen und zum Thema Verkehrsplanung im Raum Friedrichshafen eine demokratische, konstruktive Diskussionskultur zu suchen – oder sich aufzulösen.

 

Wäre man früher den Weg der Vernunft und des Kompromisses gegangen, würden wir vielleicht jetzt nicht die mit vier Spuren überdimensionierte Betonpiste vor die Nase bekommen. Wenn die B 3i-neu mit Spaltensteiner Knoten gebaut ist, wird sich herausstellen, dass der Autoverkehr durch Kluftern gar nicht zunimmt. Berufspendler müssen nur darauf aufmerksam gemacht werden, dass Bus und Bahn die bessere Variante zum Auto sind. Wir sollten gemeinsam den zweispurigen Ausbau einer - Bodensee-S-Bahn forcieren.

 

Matthias Klemm Efriedweg

Efrizweiler