14.11.2006 00:16

Skrupellos beharrt man auf Fehlplanung

Ein Sturm im Wasserglas ist im Gange, hauptsächlich aber ein Verwirrspiel von Seiten der Hauptakteure des Rats und der Gruppe "Pro B 31". Diese tun alles, auch Unseriöses, um die von einer knappen Ratsmehrheit abgenickte Verkehrs-Strangulation Klufterns mit populistischem Getöse schönzureden. Der geneigte Leser soll - neben der notwendigen, auch von Kluftern akzeptierten B 31 neu - den für Kluftern durch Fehlplanungen angesagten Verkehrs-Gau für ebenfalls unabdingbar halten. Und wenn Kluftern sich dagegen wehrt, wird vorwurfsvoll jammernd behauptet, Kluftern wolle die B 31 neu verhindern. Herr Schilpp belässt seine Gefolgsleute einfach in ihrer offensichtlichen Desinformiertheit und polemisiert mit unzutreffenden Behauptungen munter gegen Kluftern. Pro B 31-Mitglieder könnten zur eigenen Information im Zahlenwerk von Modus Consult zum Beispiel nachlesen, dass, entgegen Herrn Schilpps in der SZ vom 11. November publizierten Behauptungen, gerade durch den Knoten bei der Villa Wagner der Verkehr in der engen Fischbacher Dornierstraße zunimmt. Die Meinungsmacher von Pro B 31 sollten von der Stimmungsmache zu rationaler Betrachtung der Faktenlage zurückkehren. Es ist doch alles so einfach: Zubringerstraßen wie die falsch geplante K 7743 sind Sekundärsysteme der wichtigeren Bundesstraßen. Sie können da oder dort in die Bundesstraßen einmünden, wo es eben passt und sinnvoll ist. Der Zubringer K 7743, gegen den sich Kluftern zu Recht wehrt, kann deshalb ohne jede Verschlechterung der Verkehrssituation für Fischbach oder andere Friedrichshafener Teilorte durchaus anderswo, zum Beispiel am Rupberg über den von der Wagner Villa dahin verschobenen Knoten in die B 31 neu einmünden. Das ist den Hauptakteuren von Rat und Pro B 31 bekannt. Sie wollen dies nur vernebeln. Sie scheuen selbst eine kleine, noch nicht einmal sichere Verzögerung, die durch die Verlegung entstehen könnte.

Skrupellos beharrt man auf der beschlossenen Fehlplanung. Man verschweigt bewusst, dass kompetenteste Fachleute diese Zubringerplanung der R.P.-Subunternehmer als stümperhaft beurteilen, dass für diese Planung statt längst vorhandener gültiger Ökologie-Gutachten auch für Laien getürkt anmutende neue Gegengutachten mit gegenteiligem Inhalt benutzt wurden. Man verschweigt vor allem, dass es als Alternative eine allseits verträgliche, von Fachleuten als durchführbar erklärte Trassenführung für diesen Zubringer gibt. Der Rat und sein Ableger Pro B 31 werden sich mit diesen Fakten noch folgenschwer konfrontiert sehen.

Rudolf Moser, Lettenhof, Markdorf