Friedrichshafen

 

Planung verlagert das Problem nur

Es ist keine Frage, eine Lösung des Verkehrsproblems in Friedrichshafen und vor allem in Fischbach ist schon seit Jahrzehnten überfällig. Es ist auch verständlich, dass die Bürger unserer Stadt ihrem Unmut Ausdruck verleihen und auf die Straße gehen, damit sich endlich etwas bewegen soll, nachdem es die Politik nicht geschafft hat, in Zeiten flüssigen Geldes eine nachhaltige Lösung zu realisieren. Warum gibt es aus Kluftern so viele Einwendungen gegen die aktuelle Planung der B31 neu? Weil das Problem nicht gelöst, sondern verlagert werden soll. Das kann und darf niemand ignorieren. Wer das tut, will die zweifelsohne vorhandenen Verkehrsprobleme zu Lasten anderer lösen. Das darf nicht sein.

Warum wehren sich die Bürger in Friedrichshafen-Kluftern gegen die "Anschlussstelle Kluftern"? Weil sie nicht wollen, dass die Verkehrsmengen, die Fischbach nicht mehr ertragen kann, den Ortsteilen Lipbach, Kluftern und Efrizweiler aufgehalst werden. Die offiziellen Verkehrsgutachten des Regierungspräsidiums belegen jedoch genau diesen Sachverhalt. Deshalb wird Pro Kluftern mit allen Mitteln versuchen, diese Anschlussstelle zu verhindern, aber nicht zwangsläufig die B31 neu als solche.

Warum geht es im Planfeststellungsverfahren so langsam voran? Weil die Sorgen der Klufterner Bürger nicht ernst genug genommen und Gutachten herangezogen wurden, die den Wünschen der Auftraggeber und nicht der betroffenen Menschen genehm sind. Sonst hätte es weit weniger Einwendungen gegeben. Schließlich hat das Regierungspräsidium wohl keine Eile, da schon viele planfestgestellten Straßen im Lande wegen fehlenden Geldes auf ihre Realisierung warten müssen. Deshalb wird "B31 neu jetzt" noch lange ein frommer Wunsch bleiben, den Pro Kluftern aber nur unterstützen kann, wenn die Anschlussstelle Kluftern nicht gebaut-wird.

Adalbert Kühnle, Mitglied des Vorstands Pro Kluftern

(Stand: 03.08.2006 00:16)