Jüngste populistische
Äußerungen von Kommunalpolitikern zur B 31 neu zeigen einmal mehr, dass in
Sachen B 31 neu auf diese Weise zur Lösung der anstehenden Probleme nichts
beigetragen werden kann. Sie zeigen auch, dass sogar Sprechern solcher Gruppen
das Wissen um den wirklichen Sachverhalt fehlt. Herr Leins von der FWV und
Mitglieder des Bündnisses Pro 31 neu haben offensichtlich noch immer nicht
verstanden (oder verschweigen es bewusst?), dass Pro Kluftern
gar nicht gegen die B 31 neu ist. Pro Kluftern kämpft
nur für eine weniger Schaden stiftende, verkehrstechnisch besser
funktionierende und zudem halb so teure Führung des Anschlussverkehrs aus dem
Hinterland über die K 7742, die so genannte Müllstraße, zu der von Pro Kluftern akzeptierten B 31 neu. Es wird verschwiegen, dass
unabhängige, kompetente Fachleute die vorgelegte Planung des
Regierungspräsidiums Tübingen für den Anschluss des Hinterlandverkehrs an die B
31 neu für fachlich absolut ungenügend und falsch erklärten. Diese Planung
würde Kluftern samt Umgebung und das ganze Hinterland
zwischen Markdorf und Überlingen verunstalten und durch Lärm und Abgase
kontaminieren. Es wird vor allem verschwiegen, dass auch noch andere,
diesbezüglich gut funktionierende, in der Realisierung viel billigere
Planungskonzepte vorliegen. Für Bürger ist kaum glaubhaft, wie indifferent ein
Großteil der Friedrichshafener Gemeinderäte auf die
notorisch verworrenen Verhältnisse um die B 31 neu und die neuerliche Vorlage
von unzureichenden Planungen für den Anschluss des Hinterlandverkehrs an die B
31 neu reagiert. Mangels substanziellen Wissens werden wesentliche Aspekte
nicht zur Kenntnis genommen und bis zum Überdruss nur hohle Phrasen gedroschen.
Zur Problemlösung wird nichts unternommen. Vernunftbegabte Kommunalpolitiker
sollten einsehen, dass so ein Verhalten, diese andauernde polemische
Stimmungsmache bei gleichzeitiger Tatenlosigkeit nichts zur Problemlösung
beiträgt. Sie sollten den für jedermann sichtbaren, wirklich möglichen
Kompromiss ansteuern. Den Kompromiss, statt der beiden Verkehrsknoten bei der
Villa Wagner und beim Heiseloch nur einen Knoten beim Rupberg
für den Anschluss des Hinterlandverkehrs über die so genannte Müllstraße an die
B 31 neu, akzeptieren.
Rudolf Moser, Markdorf