Wie in früheren
Leserbriefen bereits erwähnt, ist eine Lösung des Verkehrsproblems im
westlichen Bodenseekreis unabdingbar. Dennoch wird durch einige ältere
Herrschaften mit unbestreitbar besten Beziehungen versucht, ohne Dialog mit den
neuen Betroffenen oder eventuell Betrachtung etwaiger Alternativen, eine landschaftsvernichtende und finanziell desaströse
Trasse gefordert.
Weshalb sich ZF und CAT
sich vor diesen Karren spannen lassen, kann sich nur durch deren Unwissenheit
entschuldigen lassen. Fakt ist nach wie vor, dass sich eine Umgehung B 31 neu
lediglich von Friedrichshafen bis Immenstaad erstreckt und ein Weiterbau in
unabsehbare Ferne gerückt ist. Somit ergeben sich keine infrastrukturellen
Vorteile der Häfler Industrie (Nadelöhre Hagnau, Häfler Tunnel).
Fakt ist auch, dass Bund
und Länder prinzipiell pleite sind (Aussage Fr. Roth in Friedrichshafen),
verursacht durch Politiker, die durch persönliche Motivation, Vetternwirtschaft
und Symptomtherapie die Gelder der Folgegenerationen verschleudern. Dies auch
im Falle B 31 neu.
Mehr denn je ist ein Dialog
zwischen den verschiedenen Interessengruppen gefragt.
Mehr denn je ist eine
nüchterne, nicht von einseitigen und parteiischen Gutachten getragene Betrachtungsweise
gefragt. Mehr denn je ist eine bodenseekreis- und somit gemeindeübergreifende
Lösung gefragt. Mehr denn je muss auch die Nachhaltigkeit geprüft werden.
Mehr denn je ist von jeder
Partei, Interessengemeinschaft und Bürgerinitiative die Bereitschaft zum Dialog
für eine gemeinsam getragene Gesamtlösung gefordert.
Mehr denn je muss der
finanzielle Gesichtspunkt im Auge behalten werden. Die persönlichen
Motivationen einiger Akteure, hervorgerufen durch lange Wartezeiten bei der
Auffahrt auf die B 31 alt sowie Lärmbelästigungen sind zwar nachvollziehbar,
aber sollten angesichts der unzureichenden Verbesserung durch die B 31-Umgehung
Friedrichshafen nicht im St.-Florians-Prinzip anderen
Mitbürgern zugemutet werden.
Eine solche, auch von
einigen Bürgervertretern durchgeführte Vorgehensweise verursachte weit über
2000 Einsprüche und eine unbestimmte Verzögerung der Umsetzung. Bei diesen
sollten sich die B 31-alt-Betroffenen bedanken, nicht bei den sich nun
wehrenden Mitbürgern.
Mario Arnegger,
Friedrichshafen