Friedrichshafen

 

Vier SPD-Mitglieder in der Verantwortung

Es hätte alles ganz anders kommen können, wenn - ja wenn sich drei Stadträte der SPD (Mommertz, Dr. Sturm, Tautkus) und OB Büchelmeier an das Wahlprogramm zur Gemeinderats- und Kreistagswahl erinnert hätten.

Das Wahlprogramm war wochenlang intensiv beraten und letztendlich abgestimmt worden und als klare Alternative zum konservativen Block gedacht. Unter der Überschrift "Neue Mehrheiten für neue Entscheidungen" wurde versprochen: "Keine Zerschneidung Klufterns durch die geplante K7743" und "zügiger Ausbau der B31neu und B30neu mit verbesserten Lärmschutz".

Der Gemeinderat hat jetzt mit 24 zu 16 Stimmen die Südumfahrung Markdorf mit dem Wagnerknoten und den Zubringer K7743 quer durch Kluftern beschlossen. Hätten die genannten vier auch dagegen gestimmt, wäre eine Pattsituation entstanden mit der Folge, dass der Beschlussantrag abgelehnt worden wäre. Danach hätte dann der nicht abgestimmte zweite Antrag von Dr. Sigg (SPD) entschieden werden können, nach dem die richtige Reihenfolge des Straßenbaus festgelegt werden sollte: zuerst Fertigstellung der Bündelungstraße B31neu und B30neu als Hauptmaßnahme und danach Bau der ergänzenden Straßen.

Dass es nicht dazu kam, haben die vier SPD-Mitglieder gegenüber den getäuschten Wählern insbesondere aus Kluftern zu verantworten. Das hat es bisher noch nicht gegeben, dass der Gemeinderat sich über einen einstimmigen, über alle Parteigrenzen hinweg gefassten Beschluss des Ortschaftsrates Kluftern nach Gutsherrenart hinwegsetzte.

Wenn schon bisher gute Gepflogenheiten über Bord geworfen werden, dann sollten wenigstens Verträge eingehalten werden. Als Kluftern mit FN den Eingemeindungsvertrag vereinbarte, wurde für wichtige Angelegenheiten bei Meinungsverschiedenheiten ein Vermittlungsausschuss vereinbart. Wann nimmt dieser seine Arbeit auf?

Heinz Wunderwald, Kluftern, (ehemaliger Gemeinde- und Ortschaftsrat)

 (Stand: 18.03.2005 00:22)