"Neue Bedenken und Argumente“

 

Zum Kommentar" Wem die Stunde... "

 

Es ist sehr schade, dass dieser Kommentar den Eindruck erweckt, die Gegner, die, "die sich dem Thema Umwelt verschrieben" haben, seien nichts weiter als ein lästiges Volk, das partout nicht begreifen will, wem hier die eigentliche Stunde schlägt und immer wieder die alten Sorgen, Bedenken und Argumente vorbringt.

 

Herr Thum schreibt: "Die Argumente sind durchaus nachvollziehbar, kommen aber zu spät". Ich habe die Artikel gelesen. Es geht klar daraus hervor, dass nach dem Bürgerentscheid Änderungen im Verkehrsplanungskonzept auftauchten, die neuen Bedenken und Gegenargumenten führten. Die Argumente hätten also nicht früher kommen können. Sie kommen genau zur richtigen Zeit. Herr. Thum hat Recht, hat Recht wenn er meint, dass sich am Ergebnis des Bürgerentscheids nicht rütteln läst. Nur, was soll noch das Ergebnis des Entscheides, wenn an dem, worüber entschieden wurde, im Nachhinein so ordentlich gerüttelt wurde; dass es nun sehr viel anders daherkommt?

 

Etliche straßenbauliche Visionen für die Region, die den Wähler noch überzeugen konnten und im Hintergrund Einfluss hatten auf das "Ja" zur Südumfahrung, sind erst mal zusammengebrochen. Sie haben, so sehe ich das, auch den Bürgerentscheid mit sich gerissen. Er  sollte mit den alten, nicht durchführbaren Verkehrsplanungen in der Schublade verschwinden. Beim jetzigen Stand der Dinge würden viel mehr Bürger dem Straßenbau skeptischer gegenüberstehen.

 

E. Moll-Simons, Markdorf'