Warum nein zur Müllstraße?
Leere Kassen? Gilt nicht für
neue Trassen. Die L207 neu mitten durch Kluftern und Efrizweiler soll kommen -
mit zeitraubenden Planungs- und Enteignungsverfahren, Baukosten und Entwertung
auch städtischer Grundstücke. Es wird sogar schon vom ökologischen Rückbau der
damals mühsam durchgeboxten Müllstraße gesprochen. Auch hierfür ist Geld da.
Was wurden damals für kurzsichtige Entscheidungen im Straßenbau getroffen?
Das politische Ziel, die
seenahen Gemeinden zu entlasten ist verständlich. Und nur das würde heutzutage
Ausgaben für eine neue Straße politisch rechtfertigen. Die Mehrbelastung wird
kommen. Die hohen Kosten machen nur Sinn, wenn dieses Verbindungsstück
Markdorf-Friedrichshafen Schwerverkehr aufnimmt. Dieser würde in Kluftern
derzeit in der Bahnunterführung stecken bleiben - im Gegensatz zu den
Berufspendlern, die auch mit L207neu durch den Ort am schnellsten nach
Immenstaad kommen.
Ausbau der Müllstraße würde
viel weniger Menschen Lebensqualitäts- und Wertverlust ihrer Grundstücke
bescheren - das zeigt ein Blick auf die Landkarte. Nachteile einer Lösung
Müllstraße könnten selbstverständlich auf Bewohner gewisser Wohnlagen in
Raderach zukommen, wie z.B. der Baubürgermeister. Bisher wurde die Ablehnung
dieser Alternative zur L207neu nur fadenscheinig begründet
Wo bleibt die
Glaubwürdigkeit von Gutachtern und Politikern?
Wo bleibt der Dialog mit der
Bürgerinitiative Pro-Kluftern, die dort über 75 % der
Bürger vertritt?
Wo bleiben nachvollziehbare
Argumente für die Ablehnung - für demokratisch-aufmüpfige Klufterner
und sonstige Steuerzahler?
Warum soll der Ausbau einer
bestehenden Straße nicht die kostengünstigste, bürgerfreundlichste und am
schnellsten realisierbare Lösung sein -
auch im Sinne der zu entlastenden seenahen Gemeinden?